Lehramtsstudium mit dualem Charakter
UNSERE POSITION
Wir fordern ein Lehramtsstudium mit dualem Charakter, das von regelmäßigen Praxisintervallen geprägt ist. Nur so werden angehende Lehrkräfte bestmöglich auf den Berufseinstieg vorbereitet.
FORDERUNG
Regelmäßige Praxis: Lehramtsstudierende sollen pro Semester mindestens zwei Wochen an einer Schule verbringen. Diese Praxisphasen sollen in Gruppen organisiert und über das Semester verteilt werden, sodass zu jedem Zeitpunkt nur ein kleiner Teil der Studierenden gleichzeitig an den Schulen ist.
Teamteaching: In den zweiwöchigen Praxisphasen sollen jeweils zwei bis drei Lehramtsstudierende gemeinsam Teile des Unterrichts übernehmen, während eine erfahrene Lehrkraft die Unterrichtsstunde beobachtet und bei Bedarf unterstützend eingreift.
Feedback statt Notendruck: Statt einer Note sollen die Studierenden qualitatives Feedback von der Lehrkraft erhalten, das auf ihre individuellen Stärken und Verbesserungspotenziale eingeht. Um die Reflexion und den Austausch untereinander zu fördern, sollen die Studierenden zudem einen Erfahrungsbericht verfassen, der im Peer-Review-Verfahren von Kommiliton*innen kommentiert wird.
Fächerübergreifende Erfahrungen: In den Praxisphasen sollen die Studierenden nicht nur den Unterricht in ihren eigenen Fächern, sondern auch fächerübergreifend gestalten dürfen. Das soll das Verständnis für Interdisziplinarität und die Herausforderungen des Schulbetriebs als Ganzes stärken.
BEGRÜNDUNG
Frühe Praxisphasen sind entscheidend, um angehende Lehrkräfte optimal auf den Schulalltag vorzubereiten. Im Klassenzimmer lernen sie praxisnah, ihr Wissen effektiv an Schüler*innen zu vermitteln und gleichzeitig die Klassendynamik zu steuern. Das verleiht ihnen die nötige Selbstsicherheit und weckt Freude am zukünftigen Beruf.
Die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen Lehrkräften schafft eine Win-Win-Situation: Die Studierenden sammeln frühzeitig Praxiserfahrung, während die Lehrkräfte von neuen Perspektiven und frischen Ideen profitieren. Das erhöht die Qualität der Ausbildung und fördert den kontinuierlichen Austausch und die Innovationskraft im Kollegium.
AUTOR*INNEN
Katrin Krebs
