Maßnahmen zur Demokratiebildung
UNSERE POSITION
Das Angebot an Maßnahmen zur Demokratiebildung erwachsener Menschen muss ausgebaut und stärker kommuniziert werden.
FORDERUNG
- Unternehmen müssen Demokratiebildung während der Arbeitszeit integrieren, wie z.B.betriebsinterne Diskussionen oder Weiterbildungsangebote, die Arbeitnehmer*innen helfen, politische Prozesse besser zu verstehen und sich aktiv zu beteiligen.
- Verstärkte Förderung von kostenlosen Online-Ressourcen, die eine Vielzahl von Bildungsangeboten bieten, darunter Videos, Podcasts und interaktive Module, um Erwachsenen flexible und zugängliche Lernmöglichkeiten zu bieten (insbesondere über die Bundeszentrale für politische Bildung). Dies betrifft z.B. Menschen in ländlichen Regionen, Arbeitslose oder Menschen mit Migrationshintergrund, um sicherzustellen, dass alle Bevölkerungsgruppen Zugang zu politischer Bildung haben.
- Entwicklung von Programmen für Menschen, die sich von bisherigen Angeboten nicht angesprochen fühlen.
- Die Bundesregierung sollte auch die internationale Zusammenarbeit in der politischen Bildung stärken, um von den Erfahrungen anderer Länder zu lernen und um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen.
- Bestehende Weiterbildungsmöglichkeiten im Bildungsurlaub sollten auf alle Bundesländer ausgeweitet und aktiver kommuniziert werden.
BEGRÜNDUNG
In einer demokratischen Gesellschaft ist es entscheidend, dass alle Bürger*innen, unabhängig von ihrem Alter, über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, um aktiv am politischen Leben teilzunehmen. Diese Teilnahme bedeutet dabei über Wahlen hinaus die aktive Beteiligung an politischen Prozessen, z.B. durch Petitionen oder über Beteiligungsformate. Dabei haben Erwachsene, die nicht mehr im formalen Bildungssystem sind (oder nie Teil davon waren), nur begrenzt Zugang zu qualitativ hochwertiger politischer Bildung. Das birgt das Risiko eines Informationsdefizits und einer geringeren Beteiligung an demokratischen Prozessen.
AUTOR*INNEN
Daphne Auer, Laetitia Marianne Hallitschke, Jonas Klein, Felix Preu, Mahja Sarschar, Eduardo Candeias Schneider, Tarek Skouti
