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Strukturelle Diskriminierung

UNSERE POSITION

Alle Bürger*innen sollten das Konzept struktureller Diskriminierung verstehen und die Fähigkeit besitzen, unterschiedliche Ausprägungen dieser im Alltag zu erkennen und diesen bewusst entgegenzusteuern.

FORDERUNG

  • Betroffenestruktureller Diskriminierung müssen bei der Entwicklung und Umsetzung von Förderprogrammen stärker eingebundenwerden, einerseits damit diese tatsächlich die Bedürfnisse Betroffener abdecken und andererseits damit andere Menschen deren Lebensrealitäten besser begreifen können.
  • Das Konzept struktureller Diskriminierung sollte breit in Bildungseinrichtungen gelehrt werden. Dabei sollten Mehrfachdiskriminierungenintersektional und machtkritisch betrachtet werden. Die eigenen Privilegienzu begreifenist ein fundamentaler Bestandteil für diese Erkenntnisse und sollte gemeinsam erarbeitet werden.
  • Programme zur Sensibilisierungfür strukturelle Diskriminierung in ihren unterschiedlichen Formen für Bürger*innen sollten verstärkt werden. Vor allem der Umgang mit Diskriminierung im digitalen Raum und die Vermittlung dessen sollte explizit beleuchtet werden.
  • Jede Person soll lernen, wie sie sich (auch im digitalen Raum) gegen Vorfälle von Diskriminierungpositionierenkann.
  • Es braucht Austauschformatein Schulen, durch die verschiedene Lebensrealitäten erlebt werden können.
  • Die Einbindung benachteiligter Gruppen (~Inklusion) sollte als wichtiger Faktor für das Abschaffen von struktureller Diskriminierung verstanden und deshalb genau bezüglich der Umsetzbarkeit im Alltag geprüft werden.
  • Jede Einrichtung sollte Inklusionskonzeptehaben und das Arbeitsumfeld und Veranstaltungen inklusiv gestalten. Bund und Länder sollten fachliche Unterstützung bei der Erstellung dieser bereitstellen. Eine regelmäßige Schulungsverpflichtung aller Mitarbeitenden könnte die Einbindung in den Diskurs begünstigen.

BEGRÜNDUNG

Strukturelle Diskriminierung passiert vielfach, beginnend mit Alter, Religionszugehörigkeit oder Geschlecht, über unterschiedlichen Wohlstand, Wohnort (Stadt/Land), Bildungsgrad, körperliche oder mentale Beeinträchtigungen, Gesundheitszustand, Sprachbarrieren und vielen mehr. Die Bekämpfung struktureller Diskriminierung erfordert eine Stärkung der Betroffenen, eine höhere Awareness von Dritten und ein Umdenken von Diskriminierenden. Dazu ist es notwendig, dass Betroffene empowered werden und Dritte zu aktiven Unterstützern werden. Den Begriff Inklusion verstehen wir in einem breiten Gebiet, das unterschiedlichste Formen von Benachteiligungen aufgreift. Mit dem Bewusstsein über die Unterschiedlichkeiten in unserer Gesellschaft begünstigen wir ein System, in dem Respekt, Wertschätzung und Sicherheit die Grundlage für das Miteinander sind.

AUTOR*INNEN

Daphne Auer, Laetitia Marianne Hallitschke, Jonas Klein, Felix Preu, Mahja Sarschar, Eduardo Candeias Schneider, Tarek Skouti